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Thüringen - Landesrecht - Baugesetze - Verordungen - Richtlinien

§ 1 Bedarfsermittlung

(1) Zur Sicherstellung der Versorgung mit Leistungen des amtlichen Vermessungswesens soll in jedem Amtsbezirk mindestens ein Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur bestellt werden. 
(2) Weitere Bestellungen richten sich insbesondere nach dem Bedarf an einer angemessenen Versorgung mit Leistungen der Katastervermessung nach § 2 Abs. 3 Satz 2 des Thüringer Katastergesetzes (ThürKatG) vom 7. August 1991 (GVBI. S. 285) in der jeweils geltenden Fassung. Ein Bedarf ist insbesondere dann gegeben, wenn in einem Amtsbezirk die für die durchzuführenden Katastervermessungen erforderlichen Erledigungskapazitäten nicht zur Verfügung stehen. In jedem Amtsbezirk ist durch die Aufsichtsbehörde der entsprechende Versorgungsgrad einmal jährlich zu beurteilen und mit dem Landesdurchschnitt zu vergleichen. Dafür sind jeweils die Anzahl der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure, der Fachkräfte mit Vermessungsbefugnis und der gestellten Anträge auf Katastervermessung sowie die für deren Erledigung notwendig werdenden Außendiensttage zugrunde zu legen. Ein Bedarf kann auch gegeben sein, wenn die Regelbearbeitungsfristen nach § 10 Abs. 3 in einem unverhältnismäßigen Umfang überschritten werden.
(3) Als Katastervermessungen für die Bedarfsbestimmung nach Absatz 2 Satz 1 werden von der Aufsichtsbehörde nur die Antragsarten Zerlegung, Grenzfeststellung/Grenzwiederherstellung, Vermessung lang gestreckter Anlagen und Gebäudeeinmessung berücksichtigt. Die zur Durchführung der jeweiligen Katastervermessung erforderlichen Außendiensttage bestimmen sich aus den jährlich zu ermittelnden Durchschnittswerten für jede der in Satz 1 genannten Antragsarten.
(4) Ist ein Bedarf gegeben, so ist durch die Aufsichtsbehörde eine entsprechende Stellenausschreibung im Thüringer Staatsanzeiger zu veranlassen.
(5) Zur Gewährleistung einer ausgewogenen räumlichen Verteilung und Auslastung ist vor einer Ausschreibung nach Absatz 4 Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren aus Amtsbezirken mit unterdurchschnittlichem Geschäftsaufkommen Gelegenheit zur Verlegung ihres Amtsbezirks zu bieten, sofern dadurch dort die Aufgabenerledigung nicht gefährdet wird.