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Thüringen - Landesrecht - Baugesetze - Verordungen - Richtlinien

§ 21 Auskünfte und Schweigepflicht

(1) Jeder hat das Recht auf Auskunft aus der Architektenliste und den Verzeichnissen nach § 5 Abs. 1 über Namen, Vornamen, akademische Grade, Anschriften, Fachrichtungen und Tätigkeitsarten sowie die in § 5 Abs. 2 Satz 4 genannten Daten. Dies gilt auch, wenn Auskunft über Daten einer Vielzahl namentlich bezeichneter Architekten begehrt wird. Auskunft über eine Vielzahl nicht namentlich bezeichneter Architekten darf nur erteilt werden, soweit die Betroffenen nicht widersprochen haben. Die Betroffenen sind auf ihr Widerspruchsrecht hinzuweisen. Auskünfte über freiwillige Mitglieder dürfen nur erteilt werden, soweit die Betroffenen zugestimmt haben.
(2) Die Angaben nach Absatz 1 Satz 1 dürfen auch veröffentlicht oder an Dritte zum Zweck der Veröffentlichung übermittelt werden, sofern der Betroffene der Veröffentlichung nicht widerspricht. Absatz 1 Satz 4 gilt entsprechend.
(3) Die Bewerber für eine Eintragung oder Registrierung, die Mitglieder der Architektenkammer sowie die in den Verzeichnissen eingetragenen auswärtigen Architekten und Berufsgesellschaften sind verpflichtet, den Organen und Ausschüssen der Architektenkammer nach § 15 Abs. 1 und 2 die zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Eine Auskunftspflicht besteht nicht, wenn sich der Bewerber oder das Mitglied durch die Auskunft einer Verfolgung wegen einer mit Strafe oder Geldbuße bedrohten Handlung oder einem Disziplinar- oder Ehrenverfahren aussetzen würde. Die Pflicht zur Amtsverschwiegenheit der im öffentlichen Dienst stehenden Bewerber oder Mitglieder bleibt unberührt. Sofern Anhaltspunkte für unrichtige Angaben oder eine Berufspflichtverletzung vorliegen, sind die in Satz 1 genannten Organe und Ausschüsse berechtigt, zu deren Aufklärung personenbezogene Daten bei öffentlichen Steilen zu erheben.
(4) Die Mitglieder der Organe der Kammer, der Ausschüsse, deren Hilfskräfte sowie die hinzugezogenen Sachverständigen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Dies gilt nicht für Tatsachen, die offenkundig sind oder ihrer Bedeutung nach keiner Geheimhaltung bedürfen. Die Pflicht zur Verschwiegenheit besteht nach Beendigung der Tätigkeit fort.